Meilensteine der schweizerischen Telefongeschichte


1977

Erstes Telefon mit Nummernspeicher. Ab dem 1. September 1977 vermietet die PTT einen neuen Telefonapparat: Das Modell 70 RG funktioniert über Impulstastenwahl. Durch Drücken von drei Wähltasten können zudem  gespeicherte Nummern (maximal 20) abgerufen werden.

Die Firma Gfeller produziert das erste Schweizer Einstück- Handtelefon Atlanta.

Model 70 RG
Model 70 RG

1978

Erstes Glasfaserkabel der Schweiz. Zwischen den beiden Berner Telefonzentralen Bollwerk und Mattenhof wird das erste Glasfaserkabel eingezogen. Vorerst werden damit nur Versuche durchgeführt. Später dient es dann auch zur Übermittlung von Telefongesprächen.

 

Bunte Telefone für die Schweiz. Das automatische Telefon Modell 70, von der PTT wird mitte der 1970er Jahre eingeführt. Es löst das Modell 50 als Standard-Tischstation ab. Seit 1978 ist der "neue" Apparat nicht nur in Grau, sondern auch in den Modefarben der Zeit, in Orange, Grün, Rot und Braun erhältlich.


1979

Erstes Bildschirmtelefon wurde von PTT und Autophon entwickelt.

 

VIDEOTEX wir als Pilotversuch mit ca. 70 Teilnehmern gestartet. Dies ist der Vorläufer des heutigen Internets.

Videotex
Videotex

1980

Versuchsweise Einführung von Telefax. Erste Geräte werden von der PTT für SFr. 30'000.- angeboten. 1980 werden 352 Geräte verkauft.


1982

Die Schweiz verfügt über 3 Million Telefonteilnehmer.

 

Die Tonfrequenzwahl wird in der Schweiz eingeführt. Erstes Modell das Tritel Lugano.


1983

Erste TRITEL-Apparate kommen auf den Markt. Gemeinschaftswerk von Autophon, Gfeller und Zellweger.

 

Die Dienstleistung „Service 21“ (Umleitung) wird eingeführt und ersetzt die alten Zusatzgeräte wie H68.

Tritel Sils
Tritel Sils

1985

Die letzte analoge Amtszentrale wird digitalisiert. (Zürich)


1987

Erstes Telefon welches (nur) zum Kauf angeboten wird. Das Swisstel kommt Ende 1987 auf den Markt. Das leichte, flache Kompakttelefon, ausgerüstet mit Standardfunktionen und erhältlich in 10 verschiedenen Farben.

 

Videotex wird als öffentlicher, kommerzieller Betrieb angeboten.

Swisstel "Comic"
Swisstel "Comic"

1988

Aus Hasler AG Bern, Autophon Solothurn und Zellweger Uster wird ASCOM.


1989

Einführung SwissNet 1 (ohne Telefonie)

SwissNet 1 ist vor allem für die Daten- und Bildübertragung ausgelegt. Eine Verbindung zu anderen öffentlichen Leitungsnetzen wie z.B. dem Telefonnetz ist noch nicht möglich. Der reguläre Betrieb wird Mitte 1989 aufgenommen.


1992

Am 1. Mai 1992 tritt das neue Fernmeldegesetz in Kraft. Der Telefonapparate- und Teilnehmerzentralenmarkt wird liberalisiert. Nur in der Schweiz zugelassene Geräte dürfen eingesetzt werden. Die Zulassungen erfolgen über das neu geschaffene Bundesamt für Kommunikation BAKOM.

 

Einführung SwissNet 2 ISDN (neu: 2 gleichzeitige Verbindungen, bis zu acht Endgeräte möglich.

SwissNet "Diamant"
SwissNet "Diamant"

1993

Die PTT wird zu Telecom PTT


1996

 Einführung SwissNet 3. ISDN

 

Sukzessive Umstellung auf 7-stellige Nummern. Reduktion von 51 auf 18 Netzgruppen.


1997

Einstellung Telefonrundspruch. Nach einem Höhepunkt im Jahr 1971 mit 240'000 Teilnehmern sinkt die Nutzerquote stetig. 1992 beträgt die Kostendeckung nur noch 55 %. Mit der zunehmenden UKW-Verbreitung sowie der Einführung von Stereo-Übertragung büsst der Telefonrundspruch seine qualitativen Vorteile immer   mehr ein. Ende 1997 wird der Telefonrundspruch eingestellt.

 

Am 1. Oktober 1997 wird aus PTT Telecom die Swisscom.

 


1998

Liberalisierung des Telekommunikation - Marktes und Trennung der PTT in Post und Swisscom beginnt am 1. Januar 1998.


2002

Umstellung auf 10-stellige Nummern. Seit dem 29.März 2002 muss die Vorwahl immer mitgewählt werden. Zürich war die letzte Gemeinde der Schweiz welche 2007 die Umstellung von 01 auf 044 vornahm.